Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat am 21. August gemeldet: Ende 2025 waren rund 32.500 Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter nach dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) gültig bei den Behörden angemeldet. Das sind 0,7 % mehr als 2024 (32.300). Ein kleines Plus. Die Zahl liegt aber weiter deutlich unter den 40.400 Angemeldeten aus dem Jahr 2019, also vor der Pandemie. Sechs Jahre später hat sich die angemeldete Tätigkeit noch immer nicht auf das Niveau von vor 2020 erholt.
Wer tatsächlich registriert ist
Die Angemeldeten sind eher jung. 74 % sind zwischen 21 und 44 Jahre alt, 24 % sind 45 oder älter, und nur 3 % sind zwischen 18 und 20. Bei der Staatsangehörigkeit machen Deutsche nur 18 % der Anmeldungen aus. Die größte Gruppe sind Rumäninnen und Rumänen mit 35 %, danach kommen Menschen aus Bulgarien (11 %) und Spanien (9 %). Bei den Gewerben hat sich kaum etwas getan: rund 2.260 lizenzierte Betriebe. 93 % davon sind Prostitutionsstätten, also feste Einrichtungen wie Bordelle, und keine Vermittlungen oder Betriebe rund um Veranstaltungen.
Was die Zahlen nicht erfassen
Destatis sagt ausdrücklich, dass die Statistik nur angemeldete Tätigkeit nach dem ProstSchG zeigt. Nicht angemeldete Anbieterinnen und Betriebe ohne Lizenz tauchen gar nicht auf. Die Branche ist also fast sicher größer, als die offizielle Zahl vermuten lässt. Diese Lücke ist auch ein Grund, warum die Anmeldung für viele Anbieterinnen, die überlegen ob sie ihren Status offiziell machen sollen, weiter für Verwirrung sorgt. Unser Leitfaden zur Registrierung nach ProstSchG erklärt, was die Anmeldung wirklich verlangt und welche Rechte sie bringt.
Für Kunden sind die Zahlen ein guter Realitätscheck. Sie zeigen, wie geregelt der deutsche Markt wirklich ist, im Vergleich zu seinem Ruf. Wer wissen will, was wo legal ist, findet in unserem Leitfaden zur Rechtslage nach Städten, wie die Regeln von Berlin bis München aussehen. Und unser Preisleitfaden für Deutschland zeigt die echten Preise in den wichtigsten Märkten des Landes.
James Whitaker